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Kenenisa Bekele beim BMW BERLIN-MARATHON

03.09.2019

Kenenisa Bekele beim Sieg des BMW BERLIN-MARATHON 2016
© SCC EVENTS/Norbert Wilhelmi

Am 29. September gibt sich die Elite des Marathonlaufens ein Stelldichein beim BMW BERLIN-MARATHON. Mit den äthiopischen Weltklasseläufern Guye Adola, Leul Gebrselassie, Sisay Lemma und Birhanu Legese ist das Männerrennen stark besetzt. Bei den Damen trifft Vorjahressiegerin Gladys Cherono auf Vivian Cheruiyot, die erstmals beim BMW BERLIN-MARATHON startet. Nun hat ein weiterer Spitzen-Athlet seine Zusage gegeben.

Kenenisa Bekele gilt als der König der Läufer. Einen solchen Titel muss man sich hart erlaufen. Doch bei dem Äthiopier standen von Beginn an die Weichen richtig. Geboren wurde der Ausnahme-Athlet in Bekoji. Das Städtchen liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von Addis Abeba und ist die Heimat vieler bekannter Leichtathleten. In einem solchen Umfeld läuft es einfach. Kenenisa dekorierte sich bereits als Junior mit zahlreichen Titeln bei Cross- und Straßenwettkämpfen. Während der WM 2003 schubste Bekele seinen Landsmann Haile Gebrselassie vom Leichtathletik-Thron und gewann vor ihm die 10.000 Meter.

Es folgte eine beispiellose Karriere mit diversen Erfolgen von Afrikameisterschaften bis zu Olympischen Spielen. Bekele flitzte 16-mal zum Weltmeistertitel und hält seit unfassbaren 15 Jahren die Weltrekorde über 5.000 sowie 10.000 Meter. Das Berliner Publikum dürfte sich noch gut an seine sehenswerten Siege über diese Distanzen bei der Leichtathletik WM 2009 im Olympiastadion erinnern. Soweit, so glorreich, so souverän. Wären da nicht diese 42,195 Kilometer. 2014 stellte Kenenisa Bekele bei seinem Marathondebüt in Paris mit 2:05:03 Stunden sofort einen Streckenrekord auf. Danach wartete die Laufszene nur noch darauf, dass er auch über diese Distanz alle Rekorde in Grund und Boden rennt.

Bei seinem BMW BERLIN-MARATHON-Sieg 2016 wäre das beinahe geglückt. Mit 2:03:03 Stunden schrammt er wenige Sekunden am Weltrekord vorbei. 2017 sollte es beim Dubai Marathon soweit sein. Doch anstelle eines Weltrekordes, fiel er selbst. Bekele stürzte durch Fremdverschulden. Im Herbst des gleichen Jahres stand der Äthiopier erneut an der Startlinie der Hauptstadt, kam jedoch nicht ins Ziel. Am 29. September nimmt Bekele zum dritten Mal den BMW BERLIN-MARATHON in Angriff. Mit seinen 37 Jahren wird es langsam Zeit für die Marathon-Krone. Wir dürfen einiges erwarten, denn Kenenisa Bekele ist bekannt dafür, gerade „hinten raus“ richtig stark zu sein.

Zusammen mit den Rennen in Tokio, Boston, London, Chicago und New York gehört der BMW BERLIN-MARATHON zu den Abbott World Marathon Majors (AWMM). Zum ersten Mal wird am 29. September das Finale dieser Serie im Rahmen des BMW BERLIN-MARATHON stattfinden.  Weitere Informationen hierfür auf der Webseite: www.bmw-berlin-marathon.com


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